Afrikanische Volksgeschichte
Der Mann, der immer die Wahrheit sagte
Es ist besser, etwas einmal zu sehen, als tausendmal davon zu hören. Dieses schöne Märchen vom afrikanischen Kontinent bringt uns bei, nicht alles zu glauben, was wir hören.


Der Witzbold Iktomi saß im Schatten einer riesigen Weide auf der
Iktomi hatte heute einen sehr guten und zugleich sehr schlechten Tag gehabt. Schlecht, weil er wegen seiner ständigen Streiche wieder aus dem nah gelegenen Dakota-Dorf verjagt worden
Iktomi wohnte nicht gerne allein, doch er wusste sich nicht zu helfen. Er musste den anderen einfach Streiche spielen. Sie gingen zwar selten auf, doch das hielt ihn nicht zurück.
„Die anderen ziehen mich schließlich auch auf”, murrte er missmutig. „Sie lachen über meine schöne rot-gelbe Gesichtsbemalung! Und auch über meinen Lendenschurz und meine Hose, die ich ganz allein aus Mustanghaut genäht habe! Selbst wie ich meine Zöpfe mit Leder zusammenbinde, finden sie
Iktomi fand, dass er gut aussah. Und heute war er besonders zufrieden mit sich! Er hatte nämlich ganz allein eine kleine Forelle gefangen – bloß mit Hilfe seiner Angelschnur und einer getrockneten Vogelkralle. Schon als er sie an der Schnur hatte, war er richtig hungrig gewesen und während er die Fischsuppe kochte, wurde er immer
Er leckte sich die Lippen und tauchte seinen Hornlöffel in die Suppe. Iktomi gehörte nicht zu denen, die regelmäßig aßen. Eigentlich war er sogar öfter hungrig als satt. Wegen seiner vielen Streiche war er nämlich nirgends gern gesehen. Und er war auch ziemlich knausrig, im Gegenteil zu den Dakota, die für…