Armenische Volksgeschichte
Der König und der Weber
Lebenserfahrung ist oft wertvoller als Theorien aus Büchern. Manchmal kann sogar ein armer Weber klüger sein als die Weisen am königlichen Hof, die für ihre Dienste großzügig bezahlt werden.


Viele Jahrhunderte lang lebten Drachen und Krähen ein friedliches Leben. Zwar waren sie nie große Freunde gewesen, doch hatte es ebenfalls niemals Streit und Zank zwischen ihnen gegeben.
Sie lebten nah beieinander. Und obwohl die Krähen oft über die Höhlen der Drachen hinwegflogen, hatte ihr Kreischen und Krächzen die Drachen bisher nie zornig werden
Die Drachen waren zufrieden und blieben unter sich. In kleinen Gruppen ĂĽbten sie sich zusammen im
Eines Tages krönten die Krähen einen neuen Anführer. Sein Name war Kraaah. Er war übermütig und davon überzeugt, niemand sei so stark und schlau wie er. So kam ihm die Idee, sich die Drachen untertan zu machen. Außerdem war er ungeduldig. Und so schickte er dem Drachenkönig bald eine Nachricht. Und forderte ihn auf, alle Drachen ins Königreich der Krähen zu bringen und fortan den Krähen zu Diensten zu stehen.
Als Drago der Drachenkönig den Brief las, brach er in schallendes Gelächter
Drago schärfte seine gigantischen Klauen an einem
„Mein lieber König Kraaah, dein Brief hat mich sehr amĂĽsiert. Bedauerlicherweise kann ich deiner Aufforderung nicht folgen, denn wir Drachen werden niemals eure Diener werden. Ich danke dir jedoch fĂĽr diese Belustigung”, schrieb er. Als seine Antwort fertig war, faltete er den Brief
Als Kraaah Dragos Antwort…