Die Ferien neigten sich dem Ende zu und es war langsam wieder Zeit für die Schule. Matthias und Jakob sollten schon bald von der Burg in die Stadt zurückkehren. Diese Aussicht ließ sie nicht gerade jubeln. Der Sommer bei ihrem Opa, dem Burgkastellan, war für sie die beste Zeit des Jahres. Sie liebten Rätsel und die alte Burg zu erforschen war für sie das Größte.
Die Jungen spazierten nachdenklich und wortkarg um die Burg herum. Gedankenverloren trat Matthias gegen einen Steinbrocken am Straßenrand. Zum Erstaunen der Jungen gab dieser einen merkwürdigen Klang von sich.
„Hast du das gehört?”, fragte Jakob und trat einen Schritt zurück.
Ob sich wohl etwas darunter versteckt? Matthias kniete sich hin und begann, den Stein zu untersuchen. Nach einer Weile schafften sie es, ihn zur Seite zu schieben und darunter einen Holzdeckel freizulegen. Er war zum Großteil von Gras und Moos bedeckt, doch in einer Ecke war ein Eisenring zu sehen. Der musste also geklimpert haben, als Matthias gegen den Stein getreten hatte!
Mit angehaltenem Atem befreiten sie den Holzdeckel von Moos und Gras. Es war gar nicht so einfach, ihn zu öffnen, doch schließlich gelang es ihnen. Der Deckel gab die Sicht auf eine dunkle Öffnung frei.
„Super, genau das hat mir zu meinem Glück gefehlt – ein weiteres schwarzes Loch voller Spinnen“, stöhnte Jakob.
„Ach, komm schon. Vielleicht finden wir da unten etwas Aufregendes!“, munterte Matthias ihn auf und kletterte auch schon die Holzleiter hinab.
„Und wenn es dort Spinnen gibt? Dann stellt sich heraus, dass wir in einem historischen Museum für Spinnenweben sind“, murrte Jakob. Am Ende folgte er seinem Bruder aber doch.
Einen Moment später befanden sich die Jungen in einem schmalen Steintunnel, der in Richtung Burg führte. Auch hier waren die Wände mit Moos…