Matteo wollte seinen Augen nicht trauen. Nicht nur, weil er sich plötzlich in einer seltsamen Welt befand, Teil einer aufregenden Spionage-Mission geworden war und Bekanntschaft mit einem sprechenden Auto gemacht hatte, sondern auch, weil das Gebäude vor ihm wie ein riesiger Kaffeebecher aussah, mit einem Marshmallow obendrauf.
„Somnius?“, flüsterte er.
„Ja“. Der Alchimist starrte weiterhin mit zusammengekniffenen Augen zum Eingang.
„Warum sind hier überall Süßigkeiten? Ich dachte, dass wir im Land der Träume sind, aber hier sieht es eher aus wie in einer riesigen Konditorei…“
„Das liegt an euch”, wisperte der Alchimist.
„Wie – an uns? Wir können doch gar nicht hier hineinsehen und wissen gar nichts von euch.“
„Doch in der letzten Zeit habt ihr begonnen, euch jeden Abend süße Träume zu wünschen!“, sagte Somnius und zupfte an seinem Backenbart. „Glaub mir, vor fünfhundert Jahren sah es hier noch nicht so aus. Und erst recht nicht zur Zeit der Dinosaurier!
Der Junge entschied, Somnius nicht mit weiteren Fragen zu belästigen. Der Alchimist wirkte zwar auf den ersten Blick gefasst, aber Matteo war klar, dass er vor Nervosität bebte. Schließlich zog sich auch sein eigener Bauch vor Aufregung zusammen.
Eine Weile herrschte völlige Stille. Lily schlich an Kandiszuckers Seite, hob ein paar Steine auf und begann, mit ihnen zu jonglieren. Dann drehte sich Somnius um, winkte Matteo zu und beide stiegen aus dem Auto aus.
Plötzlich gab es einen lauten Knall! Die Tür des Gasthauses flog auf und Jonas stürmte heraus.
„Bin ich jetzt verrückt geworden?“, murmelte er und kratzte sich gedankenverloren am Kinn. „Ich weiß ganz genau, dass ich sie hier zurückgelassen habe. Somnius!“
Somnius hatte sich zwar gerade erst mühsam hochgerappelt, doch er bewahrte seine eiskalte Ruhe. „Jonas, was ist los?“
„Die Kiste ist verschwunden. Wer auch immer sie mitgenommen hat, hat keine…