Luisa war ein großes Schulkind – dieses Jahr kam sie schon in die achte Klasse. Aber sie ging nie allein zur Schule. Jeden Morgen begleitete sie eine treue vierbeinige Freundin – ihre Hündin Bailey. Vielleicht denkt ihr jetzt: Hunde dürfen doch nicht in die Schule! Das stimmt, gewöhnliche Hunde gehen wirklich nicht in die Menschenschule. Bailey war jedoch eine Ausnahme. Ohne sie hätte Luisa nämlich gar nicht zur Schule gehen können.
Luisa und Bailey waren unzertrennlich. Jeden Tag gingen sie zusammen zur Schule und danach wieder nach Hause, so wie auch heute. Wenn das Mädchen die Tür hinter sich zuzog, hatte die Hündin erst einmal frei.
„Ruhe dich aus, Bailey“, sagte Luisas Mama und kraulte sie hinter den Ohren. Sie gab ihr ein Leckerli und stellte ihr einen vollen Wassernapf hin.
Luisa zog sich in der Zwischenzeit um und packte ihre Schulsachen aus. Dann erzählte sie ihrer Mama wie jeden Tag, was sie heute in der Schule alles erlebt hatte. Es war ein schöner, warmer Nachmittag, und so beschloss sie, mit Bailey noch einen Spaziergang zu machen. Vorsichtig trat sie aus der Haustür und drückte sich dabei sanft an die Wand. Ihre Hündin lag träge im Schatten der Veranda.
„Na, Bailey, wollen wir noch einen Spaziergang machen?“, fragte das Mädchen fröhlich und strich ihr über den Kopf. Sofort schmiegte sich die Hündin freudig an sie und kitzelte mit ihrem wedelnden Schwanz ihre Beine. Erwartungsvoll leckte sie Luisa die Hand. „Du bist mir vielleicht eine! Also los“, rief Luisa lachend.
An so schönen Tagen wie diesem ging Luisa gern in den Park. Den Weg kannte sie schon auswendig: Man musste nur dem Gehweg bis zum Ende der Straße folgen, dann links abbiegen, den Hügel hinauf und schon stand man vor dem Eingangstor. Sie verabschiedete sich…