Ein frostiges, aber sonniges Wochenende stand bevor, und die ganze Familie freute sich schon auf den Ausflug zum Ferienhaus. Damit sich die Kinder nicht langweilten, durften sie beide jemanden mitnehmen. Matteo lud seinen Klassenkameraden Tobi ein und Elisa ihre Freundin Natalie. Alle vier kannten sich gut, denn sie spielten oft zusammen.
Vor ihnen lag eine lange Autofahrt durch den dichten Wald. Vor kurzem hatten sie in der Schule Karneval gefeiert und so sprachen sie ĂĽber ihre KostĂĽme. NatĂĽrlich waren alle ĂĽberzeugt, dass ihr KostĂĽm das gruseligste war. Sie lachten und schwatzen und die Fahrt verging wie im Flug. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kamen sie am Ferienhaus an.
„Wow, ganz wie im Märchen!“, schwärmten die Mädchen beim Anblick der hölzernen Fensterläden.
„Es hat etwas Gruseliges an sich“, meinte Tobi, als er in der Dämmerung zum düsteren Holzgiebel hinaufsah.
„Ja, wie aus einem finsteren Wald.“ Auch Matteos Fantasie lief schon auf Hochtouren.
„Haha, die Jungs machen sich gleich in die Hose“, lachten die beiden Mädchen.
Sofort verteidigten sich Matteo und Tobi: „Wir haben doch keine Angst! Wenn aus dem Wald ein Monster kommt, werden wir euch schon beschützen!“ Matteo streckte die Brust raus, ballte die Hand zur Faust und schlug donnernd gegen seine Brust.
„Na klar! Wir kennen uns mit sowas aus“, stimmte Tobi zu, „Nicht umsonst sehen wir immer Superheldenfilme. Ich würde dem Monster schon zeigen, wer hier der Stärkere ist!“
„Kommt rein, ihr Helden“, riefen die Eltern lachend. „Ihr habt bestimmt schon richtig Kohldampf. Mit leerem Magen werdet ihr die Mädchen wohl kaum vor einem Monster beschützen können.“
Während die Eltern das Abendessen vorbereiteten, packten die Kinder im Zimmer ihre Taschen und Rucksäcke aus.
Nachdem sie gegessen hatten, schlug Elisa vor, noch ein Spiel zu spielen. „Lasst uns Pantomime spielen – aber mit Gruselgestalten!“
Alle…