Matteo staunte nicht schlecht, als Lilys riesiger Geisterarm das sprechende und zischende Auto ihrer Feinde zu ihnen trug. Diese Welt war voller Ăśberraschungen.
„Siehst du die Kiste auf der Ladefläche?“ wisperte Jonas dem Alchimisten zu. „Das ist sie!“
„Ausgezeichnet!”, antwortete Somnius. „Lily, wenn sie hier sind, lass sie erstmal frei. Wir versuchen, uns irgendwie mit ihnen zu einigen. Das größte Problem ist der Albtraum. Vielleicht wissen sie gar nicht, dass er sich durch eine Verpackung gefressen hat. Matteo, du bereitest dich besser vor. Sobald der Albtraum erscheint, musst du das Portalelixier trinken. Alles klar?“
Matteo nickte erstaunt.
Somnius Stimme wurde für einen Moment sanft, ja fast zärtlich. „Ich mache keine Witze, Matteo… Der Albtraum kann sehr gefährlich werden. Und wir haben keine Ahnung, was er dir antun könnte. Also spiel bitte nicht den Helden, okay?“ Dann setzte er im Befehlston fort: „Kandiszucker! Ich weiß, dass du mit diesem Kampfauto noch eine Rechnung offen hast, mit diesem Boxer.“
„Ich habe kein Problem mit Herrn Boxer, sondern er hat eins mit mir!“, verteidigte sich Kandiszucker.
„Genau das meine ich”, zischte Somnius. „Lass mich sprechen. Keine Provokationen!“
Lilys Hand war mittlerweile so weit geschrumpft, dass Boxers hintere Stoßstange nur wenige Meter von Matteos Kopf entfernt war. Dann schwenkte sie ihren Ellenbogen ein paar Mal vor und zurück und die Handlanger purzelten zu Boden. Matteo zählte plus-minus zwölf Männer und sie waren alle von ganz unterschiedlicher Statur. Der kleinste war wohl etwa so groß wie er, während der größte, wahrscheinlich ihr Anführer, ganze zweieinhalb Meter maß.
Die Handlanger stolperten auf die Beine, schüttelten den Staub von ihren Uniformen und blickten sich um, um herauszufinden, was hier vor sich ging. Unsicher oder verwirrt wirkten sie aber nicht. Im Gegenteil, ihre kantigen Gesichter zeigten dieselbe seltsame Kombination aus Hass und Wut,…