Hinter der Stadt lag ein dichter Wald. Am Morgen glitzerten dort Tautropfen auf den Blättern. Am Nachmittag rauschte der Wind durch die Zweige. Und am Abend leuchteten in den Baumkronen kleine Glühwürmchen.
In diesem Wald lebten viele Tiere. Ein kleines Häschen, ein verspieltes Eichhörnchen und ein neugieriges Rehkitz. Jeden Tag erlebten sie Abenteuer. Einmal jagten sie am Bach entlang. Ein andermal hüpften sie über Baumstümpfe oder legten sich ins Gras und beobachteten die Wolken. Gemeinsam hatten sie viel Spaß.
Eines Tages spielten sie gerade Verstecken, als das Häschen unter den Wurzeln eines alten Baumes etwas Seltsames entdeckte. Es war ein kleiner Stein. Auf den ersten Blick sah er ganz gewöhnlich aus. Doch als das Häschen ihn aufhob, leuchtete er ein wenig. Und nicht nur in einer Farbe. Eine Weile war er blau, dann rosa und dann wieder gelb... und manchmal schien er sogar etwas zu flüstern.
Das Häschen hatte ganz vergessen, dass es eigentlich Verstecken spielte. Es setzte sich auf einen Baumstumpf und betrachtete den leuchtenden Stein. So etwas hatte es noch nie gesehen. Als es sich über den Stein beugte, zeigte er ihm die wunderbarsten Dinge. Der Stein erzählte spannende Geschichten, die nie enden wollten. Es war so schön, dass das Häschen vor Staunen den Atem anhielt.
Das Häschen überlegte, woher der Stein wohl kam. Es wusste, dass irgendwo da draußen die Menschen lebten. Die Vögel erzählten von bunten Lichtern und Zauberbildern. „Das muss es sein“, sagte es sich. „Es ist ein echter Zauberstein.“
„Ich hab‘ dich, Häschen“, ertönte es hinter ihm. Das Eichhörnchen sprang vor Freude auf einen Ast und gleich wieder hinunter.
Kurz darauf kam auch das Rehkitz angelaufen. „Ich mag nicht mehr Verstecken spielen. Lasst uns zum Bach gehen“, schlug es vor.
„Au ja, wir bauen einen…