Aladdin und die Wunderlampe

12
 min
5
+
Readmio öffnen

Auch in schwierigen und verwickelten Situationen soll man nicht die Hoffnung und den Glauben verlieren, denn am Ende siegt immer das Gute ĂŒber das Böse. Das weltbekannte klassische MĂ€rchen erzĂ€hlt von dem vertrauensseligen Jungen Aladdin, den ein böser Zauberer ausnutzt, um ihm eine Wunderlampe zu verschaffen. Als Aladdin jedoch in einer Höhle eingeschlossen wird und zufĂ€llig die Lampe reibt, entschwebt ihr ein mĂ€chtiger Dschinn, der ihm von Stund an helfen und alle seine WĂŒnsche erfĂŒllen wird.

Dieses MÀrchen können Sie sich als
kostenlose PDF-Datei
herunterladen und ausdrucken. In der Readmio-App haben Sie diese Option fĂŒr jede Geschichte.
Aladdin und die Wunderlampe
QR code
Scannen Sie den QR-Code, um das MÀrchen in der Applikation zu öffnen.

In einem Land, in dem die Sonne etwas heißer scheint als bei uns, lebte einst ein Junge namens Aladdin, der seine Zeit am liebsten auf den MĂ€rkten verbrachte. Er wanderte dort herum und genoss das bunte Treiben und das Stimmengewirr der Menschen.

Eines Tages traf er dort einen Mann, der auf den ersten Blick nett und gut zu sein schien. Gemeinsam spazierten sie durch die Stadt und der Mann erzĂ€hlte Aladdin viele spannende Geschichten. Aladdin hörte ihm bis zur DĂ€mmerung zu. Er ahnte nicht, dass es sich um einen bösen Zauberer handelte, der sich nur um seine Gunst bemĂŒhte, um finstere PlĂ€ne zu verwirklichen. Aladdin jedoch, der mit seiner Mutter in einem nahe gelegenen, armen HĂ€uslein lebte, sah in ihm einen edlen Menschen.

Als Aladdin am frĂŒhen Abend nach Hause kam, erzĂ€hlte er der Mutter von dem vornehmen Mann. Doch seine Mutter freute sich nicht. Sie warnte ihren Sohn, er solle vorsichtig sein, da nicht alle Leute ehrlich und gĂŒtig seien.

Am nĂ€chsten Tag traf Aladdin den Mann wieder und hörte weiteren fesselnden Geschichten zu. Nachdem die Sonne untergegangen war, fĂŒhrte der Zauberer Aladdin noch ein bisschen weiter von der Stadt fort. Hinter der Stadt trafen sie einen Schlangenbeschwörer, der Flöte spielte, und eine Kobra zu den Tönen dieses Instrumentes tanzen ließ. Als sie spĂ€ter in die WĂŒste gelangten, zeigte der Mann Aladdin eine Höhle mit einer TĂŒr, die so klein war, dass der Zauberer niemals hĂ€tte hindurchgehen können. Und gerade dafĂŒr brauchte er den arglosen Jungen.

Wenn ich jetzt anfange die Zauberworte auszusprechen, öffnest du die TĂŒr und trittst ein. Pass jedoch auf, ĂŒberall sind Fallen aufgestellt. Du musst vorsichtig sein. Und du darfst nur eine einzige Sache mitnehmen  die goldene Lampe, die du am Ende der Gruft findest. Fass ja nichts anderes an, wies ihn der Zauberer streng an.

Aladdin ahnte ĂŒberhaupt nicht, worauf er sich da einließ, doch der Zauberer fing bereits an, seine Zauberformel aufzusagen. Der Knabe schlĂŒpfte daraufhin schnell durch die TĂŒr, lief die Stufen dahinter hinunter und ganz unten erblickte er schließlich einen großen Haufen Gold. FĂŒr einen armen Jungen wie ihn war dies etwas Unglaubliches, noch nie in seinem Leben hatte er solchen Reichtum gesehen. Goldenen Schmuck, Kelche, Möbel, Vasen, Statuen

Nicht stehen bleiben! Bring mir die Lampe!, rief ihm der Zauberer nach.

Aladdin gehorchte und ging ans Ende der Gruft, wo er die auf einem StĂ€nder stehende Lampe erblickte. Er zog die Lampe an sich und wollte zurĂŒckgehen, doch da sah er etwas  einen Ring aus Gold verziert mit roten und blauen Korunden. Schnell steckte er sich den Ring auf den Finger und begab sich zurĂŒck zum Eingang. Doch all dem Gold und Schmuck konnte er nicht widerstehen. Auf dem RĂŒckweg raffte er alles an sich, was ihm in die HĂ€nde kam und stopfte sich die Taschen voll.

Schnell, Junge, gib mir die Lampe, die Gruft schließt sich wieder, rief der beunruhigte Zauberer.

Aladdin eilte zur TĂŒr, die zuzufallen begann.

Wirf mir die Lampe zu!, drÀngte der Zauberer.

Zuerst ziehen Sie mich hoch und dann bekommen Sie die Lampe, antwortete Aladdin, der wahrlich nicht dumm war und sich nicht so leicht tĂ€uschen ließ.

Widerwillig half ihm der Zauberer hochzukommen und riss ihm die alte Lampe sofort aus der Hand.

So, und jetzt brauche ich dich nicht mehr, rief der Zauberer und da die TĂŒr noch nicht vollstĂ€ndig zu war, schubste er Aladdin wieder hinein. Dieser griff nach dem Zauberer, aber es gelang ihm nur, die Lampe an sich zu reißen. Dann fiel er wieder in die Gruft zurĂŒck. Die TĂŒr schloss sich und der Zauberer blieb draußen stehen  ohne Lampe und ohne Möglichkeit, diese wiederzubekommen.

Der arme Aladdin hingegen steckte in der Gruft, ohne zu wissen, weshalb die Lampe dem Zauberer so wichtig gewesen war.

Nachdem der ratlose Junge den ganzen Tag in der Gruft verbracht hatte, wusste er nicht mehr, was er noch tun sollte. Er war hungrig und verzweifelt.

Was muss das fĂŒr eine Lampe sein, wenn der Mann sie so begehrte?, dachte Aladdin laut, die alte, verstaubte Lampe in der Hand haltend. Er fuhr mit den Fingern darĂŒber, um den Staub abzuwischen, doch als er sie rieb, fing die Lampe an, sich zu schĂŒtteln. Aladdin erschrak und warf die Lampe fort. Mit offenem Mund beobachtete er, was dann geschah. Licht flammte auf und aus der Lampe trat Rauch. Plötzlich stand ein Geist vor ihm. Es war ein Zauber-Dschinn. Aladdin Ă€ngstigte sich zunĂ€chst, obwohl der Dschinn gar nicht so furchteinflĂ¶ĂŸend aussah. Doch er war riesengroß und schwebte ĂŒber der Erde.

Hunderte von Jahren war ich in dieser Lampe gefangen, sprach der Dschinn zu Aladdin, ich gehorche dem, der mich aus ihr befreit. Zu Deinen Diensten Herr, was sind Deine WĂŒnsche?

Aladdin starrte ihn verwundert an. Er dachte, alles wÀre nur ein Traum. Aber der Dschinn war echt.

Bring mich sofort nach Hause, mit diesem ganzen Schatz!, befahl Aladdin dem mÀchtigen Dschinn  denn das war das Erste, was ihm einfiel.

Kaum hatte er den Wunsch ausgesprochen, da stand Aladdin schon zu Hause in der KĂŒche, mit einem Haufen von Schmuck und goldenen MĂŒnzen. Er konnte nicht fassen, was fĂŒr eine Macht der Flaschengeist besaß. Gleich umarmte er seine Mutter, schĂŒttete einen Haufen Gold auf den Tisch und versprach der Mutter, dass sie nie wieder arm sein wĂŒrden.

Und von diesem Tag an kleidete sich Aladdin prĂ€chtig und konnte alles kaufen, was ihm gefiel. Er aß köstliche Gerichte und freute sich ĂŒber sein neues Leben. Das einzige, was ihm Sorgen bereitete, war, dass er noch keine Ehefrau hatte. Er dachte an die Tochter des Sultans. Die Prinzessin war wunderschön, sie hatte ein liebevolles Herz und Aladdin liebte sie schon lange, doch bis jetzt hatte er von einer VermĂ€hlung nur trĂ€umen können.

Ich werde versuchen, beim Sultan um ihre Hand anzuhalten, sagte er eines Tages zu seiner Mutter. Ich bin ja kein Bettler mehr, sondern ein reicher Mann.

So nahm er all seinen Mut zusammen und begab sich zum Sultan, um um die Hand seiner Tochter anzuhalten. Er bot ihm eine Truhe voll Gold an. Dem Sultan gefiel der junge Mann und so versprach er ihm, ohne lange zu zögern, die Prinzessin zur Frau. Auch die Prinzessin war sehr angetan von ihrem Verehrer und war ebenfalls mit der Hochzeit einverstanden.

Aladdin war glĂŒcklich und um der Prinzessin seine Liebe zu beweisen, beschloss er, ihr den prĂ€chtigsten Palast weit und breit zu erbauen. Es genĂŒgte, den Wunsch vor dem Dschinn auszusprechen, und sogleich stand der umwerfendste Palast an Ort und Stelle.

Inzwischen jedoch ĂŒberlegte der böse Zauberer hin und her, wie er die Wunderlampe zurĂŒckbekommen könnte ... und eines Tages begab er sich, als Kaufmann verkleidet, zu Aladdins Palast.

Als er dort ankam, war Aladdin gerade nicht zu Hause, daher sprach er die Prinzessin an.

Schönes FrĂ€ulein, seht her, ich tausche Altes gegen Neues. Ich gebe Euch eine schöne neue Lampe und das Einzige, was ich dafĂŒr will, ist die alte, verstaubte Lampe, die Ihr zu Hause habt, sagte der Zauberer.

Die Prinzessin wusste nichts von dem Dschinn und so tauschte sie nichtsahnend die alte Lampe gegen die neue. Der böse Zauberer lachte teuflisch auf, rief den Dschinn und ließ Aladdins Palast mit all seinen Bewohnern augenblicklich in seine alte Heimat versetzen.

Als Aladdin davon erfuhr, begab er sich auf die Suche nach seiner Prinzessin. Er stieg aufs Pferd und galoppierte in die weite Welt. Doch nach einer Weile begriff er, dass er des Zauberers Versteck nicht kannte. Er stieg vom Pferd und ĂŒberlegte, was er nun machen sollte. Da fiel sein Blick auf den Ring, den er einst in der Gruft gefunden hatte.

Er rieb an dem Ring und sprach: Bring mir meine Geliebte und unseren Palast zurĂŒck.

Plötzlich erhob sich ein Sturm, heftig wirbelte der Staub, und inmitten von Staub und Sturm erschien der Palast. Die Prinzessin und Aladdin fielen sich in die Arme.

Aladdin freute sich sehr und begab sich sogleich auf die Suche nach dem Zauberer, um mit ihm abzurechnen. Die Palastwachen fassten ihn rasch und Aladdin ließ den bösen Zauberer auf ewig in den Kerker sperren.

Von da an herrschte im Palast nur noch Freude. Aladdin und die Prinzessin waren gĂŒtige und verantwortliche Herrscher. Sie kĂŒmmerten sich gut um ihr Volk, da Aladdin niemals vergaß, dass er einst ein armer, einfacher Junge gewesen war.

Diese und andere Geschichten finden Sie auf Readmio

... finden Sie die ganze Geschichte in Readmio

Readmio ist eine Applikation voller Kindergeschichten, welche durch GerÀusche, die auf Ihre Stimme reagieren, zum Leben erweckt werden. Eine Menge MÀrchen sind kostenlos, und jede Woche kommen neue dazu.

Download from App StoreDownload from Google Play
RatingsRatingsRatingsRatingsRatings

4.8/5 · 2 000 Bewertungen