Diese Geschichte ereignete sich am Rande eines kleinen Dorfes, nicht weit entfernt von Dublin. Dort lebte einst ein Mann namens Jack. Jack war ein Sonderling, der für Geld fast alles getan hätte. Außerdem war er dafür bekannt, dass er es mit der Wahrheit nicht so genau nahm und alles mitgehen ließ, was nicht niet- und nagelfest war. Jack war ein echter Sünder – mit allem, was dazu gehört.
Und da er kein Geheimnis daraus machte und auch nicht versuchte, seine Angewohnheiten abzulegen, bekam er eines Abends einen interessanten Besuch. An seiner Tür klopfte der Teufel höchstpersönlich.
„Welcher Teufel hat dich denn hierhin geritten?“, donnerte Jack, als er die Tür öffnete.
„Der Teufel ist zu Fuß gekommen“, entgegnete der Teufel und streckte ihm die Zunge heraus. „Ich bin gekommen, um unseren Verdammten abzuholen. Du hast dir in der Hölle einen ganz besonderen Platz reserviert und wir können es kaum erwarten, dich willkommen zu heißen. Du kommst mit mir.“
„Aber doch nicht jetzt gleich, oder, Herr Teufel?“ Jack lächelte unschuldig. „Ich würde mich gerne noch mit meinen Freunden auf ein Glas treffen. Dann können Sie mich direkt in die Hölle schleppen. Kommen Sie ruhig mit, dann müssen Sie hier nicht warten.“
Der Teufel stimmte zu.
Den ganzen Abend saßen der Sünder und der Teufel in geselliger Runde in der Kneipe und tranken. Als es ans Bezahlen ging, kicherte Jack und beugte sich verschwörerisch zu seinem neuen Freund vor:
„Hey, wie wäre es, wenn du dich in eine Münze verwandelst? Ich bezahle mit dir und dann verwandelst du dich zurück und verschwindest! Und der Wirt geht leer aus!“
Der Teufel hielt das für einen guten Witz. Und so tat er genau das, was Jack ihm gesagt hatte. Doch kaum lag die Goldmünze auf dem Tisch,…