Einst lebte im tiefen Wald eine Hexe namens Boba. Sie langweilte sich fürchterlich. Es kamen nämlich keine Kinder, um die Pfefferkuchen an ihrer Hütte anzuknabbern, denn die Kinder ernährten sich alle gesund. Auch keine Erwachsenen verirrten sich im Wald, denn überall waren Wegweiser. Und so saß die Hexe den ganzen Tag zu Hause und wusste nichts mit sich anzufangen.
Manchmal unterhielt sie sich mit dem Hirsch, des Nachts wechselte sie ein paar Worte mit der Frau Eule und ab und an köchelte sie mit dem Dachs Pilzsuppe. Manchmal wiederholte sie aus Langeweile ihre Zauberformeln, damit sie sie nicht vergaß, und von Zeit zu Zeit flog sie auf dem Besen, doch ansonsten geschah im Wald nichts Spannendes.
Eines Tages sollte sich das aber ändern. Gleich am Morgen rumpelten die Baumaschinen hinter dem Hügel. Sie rumpelten lange Zeit und die Waldbewohner trauten sich nicht in ihre Nähe. Doch kaum hatten sie ihre Arbeit beendet, gingen der Hirsch, die Hexe, die Eule und der Dachs los, um nachzusehen, was es bei den Nachbarn Neues gab.
Und stellt euch nur vor, sie entdeckten eine neue Straße. Sie war mal gerade, mal buckelig und drum herum standen Sessel wie im Kino. Ganze Menschenscharen strömten zu dieser Strecke. Manche waren rot gekleidet, manche grün, einige trugen auf ihrer Kleidung Kreise und wieder andere Stiere.
„Das ist aber seltsam“, meinte Boba. Da bemerkte sie eine große Aufschrift und las vor: „Formel 1. Aha, das wird bestimmt ein Zaubertreffen sein.“
„Zaubertreffen? Warum?”, fragte der Hirsch verständnislos.
„Wenn das Formel heißt, werden die da wohl Zauberformeln und Flüche vorführen“, erklärte die kluge Hexe. „Na, dann lasst uns das mal genauer unter die Lupe nehmen!“
Und so pirschten sich alle vier unauffällig hinter dem Zaun zur Straße.
Doch wie überrascht war Boba, als dort plötzlich…