Der Tiger und die Persimone

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Das Unbekannte macht uns oft Angst. Auch der gefĂĽrchtete Tiger erschrickt in dieser Geschichte so sehr, dass er bis in die Berge flieht. Was den Tiger in solchen Schrecken versetzt, erfahrt ihr in dieser scharfsinnigen Volksgeschichte aus Asien.
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Der Tiger und die Persimone
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Irgendwo, tief in den Bergen, lag ein kleines, abgelegenes Dorf voller malerischer Häuser. Es hätte sich dort sehr unbeschwert leben lassen – wenn in den Hügeln oberhalb des Dorfes nicht ein schrecklicher Tiger gelebt hätte. Es war ein riesiges und angsteinflößendes Tier. Wenn sein Brüllen über die Berge hallte, erzitterten alle Dorfbewohner.

Eines Tages, als gerade tiefer Winter herrschte, wurde der Tiger hungrig. Und so entschied er, von den verschneiten Gipfeln herabzusteigen und im Dorf auf Jagd zu gehen.

Auf leisen Tatzen schlich er durch die schneebedeckten Häuser, bis er plötzlich ein Kind weinen hörte. Neugierig pirschte er sich an das Fenster heran. Es war ein sehr klägliches und erschöpftes Weinen. Bestimmt weinte das Kind schon sehr lange.

„Ach, das ist ja unerträglich“, sagte der Tiger genervt. „Ich sollte es verschlingen – dann ist endlich Ruhe.“

Unauffällig spähte er ins Zimmer und setzte schon zum Sprung an – da ertönte plötzlich die Stimme der Mutter.

„Sieh nur, ein Fuchs!“, rief die Mutter. „Hör schnell auf zu weinen, sonst hört er dich und verschlingt dich mit einem Bissen!“

Doch das Kind weinte genauso wie zuvor, wenn nicht sogar noch lauter. Die Mutter versuchte, es zu beruhigen, doch es war vergeblich. Das Kind weinte und weinte ununterbrochen.

Und so versuchte sie es wieder. „Sieh nur! Ein Bär!“, rief sie laut. „Gleich öffnet er sein großes Maul und verschlingt dich, du wirst schon sehen!“

Doch das Kind erschrak nicht und weinte einfach nur weiter.

Der Tiger duckte sich noch immer unter dem Fenster und murmelte: „Was ist das für ein Kind, das weder Füchse noch Bären fürchtet? Das muss ein richtiger Wagehals sein“, folgerte er anerkennend. Doch plötzlich knurrte sein Bauch und im Nu fiel ihm ein, warum er eigentlich ins Dorf gekommen war. Und so bereitete er sich…

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