Der alte Schäferhund und der Wolf

7
 min
3
+
4.43
 • 
109
 bewertungen
Eine Geschichte aus der Sammlung des slowakischen Märchensammlers Pavol Dobšinský, die nicht nur von einem mutigen Hund erzählt, sondern auch davon, dass man mit Klugheit auch einen Stärkeren besiegen kann. Und dass Treue und Ehrlichkeit sich immer auszahlen.
Dieses Märchen können Sie sich als kostenlose PDF-Datei herunterladen und ausdrucken. In der Readmio-App haben Sie diese Option für jede Geschichte.
Herunterladen:
Der alte Schäferhund und der Wolf
QR code
Scannen Sie den QR-Code, um das Märchen in der Applikation zu öffnen.
Mio’s tip
Durch das Antippen der 🔊 markierten Wörter spielt ihr Geräusche ab.

In einer Hütte oberhalb des Dorfes lebte einst ein Schäfer mit seinem Hund Bodrik. Der große Hund mit dem flauschigen weißen Fell bewachte die Schafe bei Tag und Nacht und diente seinem Herrn lange Jahre. Kein Wolf wagte sich jemals an sein Schafsgehege heran.

Doch nun war Bodrik alt geworden und hatte alle seine Zähne verloren.

„Ich kann dich nicht mehr gebrauchen. Wozu soll ich dir noch Futter geben, du taugst ja nichts mehr und hier ist kein Platz mehr für dich!”, sagte der Schäfer unbarmherzig und warf seinen treuen und ergebenen Helfer hinaus.

Dann holte er sich einen neuen, jungen Hund, damit der ihm genauso gut dienen würde, wie Bodrik es getan hatte.

Der arme Bodrik lag draußen vor dem Zaun und war sehr traurig, weil ihn der Schäfer so grausam behandelt hatte. Er war hungrig, durstig und zitterte vor Kälte.
Als die Nacht hereinbrach, kroch der neue, junge Hund in seine Hundehütte hinein, machte es sich bequem und schlief schnell ein.

Der alte Bodrik aber war immer noch wachsam. Beim geringsten Rascheln horchte er in die Dunkelheit hinein. Und wahrlich, auch jetzt witterte er in der Nähe des Schafsgeheges einen Wolf. Schon wollte er über den Zaun springen, um den Wolf davonzujagen, doch er war so ausgehungert, dass er kaum noch stehen konnte.

„Nun, wenn ich schon hungern muss, dann soll es wenigstens dem Wolf gutgehen”, dachte Bodrik, kauerte sich auf den Boden und gab keinen Laut von sich.

Am Morgen stellte der Schäfer fest, dass ein Schaf fehlt. Der junge Hund versteckte sich derweil immer noch in seiner Hundehütte.

„Ach, mein guter alter Bodrik hätte es niemals zugelassen, dass der Wolf ein Schaf reißt”, jammerte der Schäfer im Gehege.

Also holte er Bodrik wieder zurück, gab ihm Futter und kraulte ihn hinter den Ohren.…

Diese und andere Geschichten finden Sie auf Readmio

... finden Sie die ganze Geschichte in Readmio

Readmio ist eine Applikation voller Kindergeschichten, welche durch Geräusche, die auf Ihre Stimme reagieren, zum Leben erweckt werden. Eine Menge Märchen sind kostenlos, und jede Woche kommen neue dazu.

Gratis testen

Verfügbar für iOS, Android und Web

Download from App StoreDownload from Google Play
RatingsRatingsRatingsRatingsRatings

4.8/5 · 52 000 Bewertungen

Mehr aus der Kategorie Volksmärchen

Die sieben Geißlein

Die sieben Geißlein

10
 min
3
+
4.57

Eine der bekanntesten lehrreichen Geschichten der Gebrüder Grimm über die unartigen Geißlein und den bösen Wolf. Die Mutter der Geißlein lässt diese allein zu Haus und der böse Wolf wittert sogleich eine Gelegenheit auf ein schmackhaftes Mittagessen. Auf jegliche erdenkliche Weise versucht er, zu ihnen zu gelangen. Diese öffnen am Ende die Tür in der Annahme, es wäre ihre Mutter. Und so erwartet sie eine ordentliche Lektion...

Der fliegende Koffer

Der fliegende Koffer

16
 min
5
+
4.03

Eine Geschichte mit traurigem Ende. Ayaz erbt eine große Summe Geld, aber schon bald hat er alles verprasst. Das Einzige, was ihm bleibt, ist ein alter, verbeulter Koffer. Aber Ayaz ist ein begabter Geschichtenerzähler und kann wirklich spannende Märchen erzählen. Damit kann er sogar die königliche Familie verzaubern.

Täschchen, schüttel dich!

Täschchen, schüttel dich!

9
 min
5
+
4.78

Gierig zu sein macht sich nicht bezahlt. Einem armen Bauern wird sein gesamtes Saatgut und so auch seine zukünftige Ernte von starkem Wind weggeblasen. Also reist er um die Welt, um nach dem Wind zu suchen und ihn darum zu bitten, ihm seine Samen zurückzugeben. Aber der Wind gibt ihm stattdessen ein Geschenk, von dem er sich nie hätte träumen lassen.