Es war einmal ein Häuschen, das sah aus wie ein Quadrat. Alle Seiten waren gleich lang. Es war schön, klein und gelb. Das Häuschen stand am Dorfrand, nicht weit vom Wald entfernt.
In diesem Wald wuchsen viele Bäume und es gab dort auch ein Futterhäuschen für Hasen. Auch seine Seiten waren genau gleich lang. Es sah aus wie ein kleiner Bauklotz. Solche Klötze können rot, gelb und blau sein oder jede andere Farbe haben. Man kann sie prima übereinanderstapeln und damit Türme bauen. Türme, die fast bis zum Himmel reichen.
Auch in dem gelben Häuschen stand gerade so ein Turm. Der kleine Hannes hatte ihn gebaut. Drum herum gab es Luftballons, Konfetti und ein großes quadratisches Bild mit der Aufschrift „Herzlichen Glückwunsch“ und einer großen Vier. Das Bild hatte Hannes letzte Woche zusammen mit seiner Mama gemalt.
„Nur noch einmal schlafen und ich habe Geburtstag!“, freute er sich. Plötzlich hörte er, wie es leise ans Fenster klopfte.
„Mama, sieh nur, es regnet!“, rief der kleine Junge und rannte zum Fenster. Auch das Fenster, durch das er in den Garten schauen konnte, war quadratisch.
„Ach, dann gehen wir wohl nicht raus“, sagte Mama. „Weißt du was, wir backen zusammen Plätzchen. Du kannst die Formen ausstechen, die du schon kennst.“
„Das ist ein Quadrat!”, quietschte Hannes und drückte den quadratischen Ausstecher in den Teig. Vorsichtig legte er das kleine Quadrat auf das Backblech.
„Genau“, sagte Mama und wuschelte ihm durch die Haare.
„Das ist ein Herz und das ist ein Kreis!“, rief Hannes fröhlich.
Sie stachen auch Sterne, Rechtecke, Dreiecke und sogar einen Bären aus. Dann bestrichen sie alle Plätzchen mit Eigelb und schoben sie in den Ofen.
Als die Plätzchen fertig waren, hörte der Regen auf. An den quadratischen Fensterscheiben kullerten noch einige…