Brunella Buchweizen liebt es, sich hübsch zu machen. Natürlich tut sie das nicht selbst – darum kümmert sich die kleine Christina, wenn sie ihren heißgeliebten Buchweizenbrei zubereitet. Christina ist sehr kreativ und sprüht nur so vor Einfällen. Gestern hat sie ihren Brei mit Erdbeeren, Mandeln und Schokoladenstreuseln verziert. Vorgestern hat sie wiederum mit ihrer Mutter Grütze gekocht und so viel buntes Gemüse untergemischt, dass daraus ein richtiger Augenschmaus wurde. Mit buntem Gemüse lässt sich übrigens auch mehr Farbe in Buchweizennudeln und viele andere Buchweizengerichte bringen. Und so sieht Brunella Buchweizen jeden Tag anders aus.
Heute war es jedoch still in der Küche. Ihre Bewohner hatten ja keine Ahnung, dass Christina und ihre Mutter zu Oma in die Ferien gefahren waren. Brunella Buchweizen wartete vergeblich darauf, dass sie das kleine Mädchen mit dem Lockenkopf aus dem Küchenschrank holte, kochte und verzierte. Niemand kam. Brunella blieb in ihrem Glas im Schrank und seufzte traurig.
Zum Glück hörte wenigstens Anton Apfel sie, der im Obstkorb auf der Arbeitsplatte saß.
„Was ist los, wer seufzt denn da so traurig?“, fragte er neugierig.
„Ich, Brunella Buchweizen!“, ertönte es aus dem Schrank. „Ich bin traurig, weil Christina nicht da ist. Ich kann es kaum erwarten, dass sie nach Hause kommt, etwas Leckeres aus mir kocht und mich dann verziert. Sie macht das immer so toll.“
„Ich weiß“, sagte Anton Apfel. „Aber keine Angst, Papa ist doch noch da.“
Brunella seufzte wieder. „Wenn Papa kocht, verziert er mich aber nicht. Er lässt mich einfach nur in meinem braunen Mantel daliegen. Keine fröhlichen Farben gibt es da. Und nirgends auch nur die kleinste Dekoration. Außerdem bin ich auch deshalb traurig, weil ich mich nicht selbst hübsch machen kann. Nicht ein bisschen. Dabei möchte ich so gerne schön sein.“
„Was sagst du denn…