Das ist aber seltsam, dachte Lucy. Ihre Freundin Sarah spülte gerade einen Milchkarton. Warum warf sie ihn nicht einfach weg? Der war doch nur noch Müll.
Sie beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen, und fragte Sarah: „Warum machst du das?“
„Ich habe viel Spielzeug, aber keinen einzigen Spielzeugroboter. Also bastle ich mir einen.“
„Basteln? Aus Milchpackungen?“, fragte Lucy ungläubig.
„Ich zeige es dir“, schlug Sarah vor.
Zuerst wusch sie die Getränkekartons gründlich. Dann fügte sie die Kartons zu verschiedenen Gebilden zusammen. Als sie mit dem Ergebnis zufrieden war, klebte sie sie zusammen.
„Und jetzt kommt der beste Teil. Wir malen den Roboter an.“
Lucy sah verblüfft zu, wie die Milchkartons unter der Farbe verschwanden. Kurz darauf stand vor ihnen ein nigelnagelneuer Roboter.
„Wow, das ist ja großartig! Und kannst du auch andere Dinge basteln?“, fragte Lucy begeistert.
„Na klar. Ich bastle gerne. Wenn ich etwas haben möchte, bastle ich es mir aus Sachen, die man sonst wegwerfen würde. Ich kann dir zum Beispiel zeigen, wie man mit Kartons eine Festung baut oder aus Gummibändern ein Armband knüpft.“
Lucy überlegte kurz. „Weißt du was? Meine Mama hat bald Geburtstag und ich weiß nicht, was ich ihr schenken soll.“
Sarah lächelte. „Wenn du ihr etwas bastelst, wird das ein richtig originelles Geschenk. Das heißt, man kann es in keinem Geschäft kaufen. So ein Geschenk gibt es nur einmal auf der ganzen Welt.”
Wenig später fanden sie buntes Papier und eine Tasse mit einem abgebrochenen Henkel.
„Bist du sicher, dass man daraus etwas basteln kann?“
„Klar”, rief Sarah. Sie zeigte ihrer Freundin, wie man aus dem bunten Papier Blumen bastelt. Lucy bemalte die Tasse derweil mit Mamas Lieblingsfarben. Dann legten sie gemeinsam die Papierblumen hinein. Und Lucys Mama freute sich wirklich riesig…