Die Sonne strahlte gerade fröhlich am Himmel, als der Wald Besuch bekam. Die Eichhörnchenschwestern hatten nämlich ihre rostbraune Freundin mit dem buschigen Schwanz eingeladen – Sabine. Sie kam mit einem kleinen Koffer und einem breiten Grinsen. Sabine hatte immer gute Laune, erzählte Witze, heckte lustige Spiele aus und trieb die komischsten Späße. Sie hopste auf ihrem buschigen Schwanz im Kreis herum, knackte mit einer Handbewegung Nüsse und schnitt schaurige Grimassen.
Aber eine Sache gab es doch, die Sabine nicht konnte... Und das war so:
An einem Morgen saß Sabine gedankenverloren auf einem Ast und knackte gerade eine Nuss. Plötzlich hörte sie ein tiefes Brummen – Herr Bär stampfte am Baum vorbei. Sabine bekam einen solchen Schreck, dass ihr die Nuss aus den Pfoten rutschte und dem Bären direkt auf den Kopf fiel.
Herr Bär fasste sich mit seinen großen haarigen Tatzen an den Kopf. „Au, was war denn das?“, brüllte er gereizt.
Doch das Eichhörnchen Sabine gab weder einen Mucks noch eine Entschuldigung von sich. Stattdessen verschwand sie wortlos im Haus und schlug die Tür hinter sich zu.
„Das sind vielleicht Manieren“, brummte Herr Bär mürrisch und trottete zu seiner Höhle.
Am nächsten Tag beschlossen die Tiere, ein Lagerfeuer zu machen. Sie wollten zusammen grillen und dabei singen. Füchsin Imri und Eichhörnchen Sabine boten sich an, Feuerholz zu sammeln. Gemeinsam zogen sie durch den Wald, Sabine erzählte lustige Geschichten und ab und zu bückten sich die beiden, um einen Ast vom Boden aufzuheben.
Und so geschah es, dass sich in einem Moment beide gleichzeitig bückten – und mit den Köpfen zusammenstießen.
„Entschuldigung, Sabine“, rief Imri und rieb sich die schmerzende Stirn.
Sabine öffnete den Mund, als wollte sie etwas sagen, doch dann ließ sie plötzlich alle Äste fallen und rannte in den Wald.
…