Tief im Herzen des Amazonas-Regenwaldes liegt die Schule der magischen Trommel. An diesem wundersamen Ort entdecken die Kinder jeden Tag den Zauber der Natur. Sie lernen, dem Wald und dem Wind zu lauschen, das Wasser zu beschützen und in ihren Herzen Mut zu entfachen.
In dieser Schule unterrichtet der weise und gütige Lehrer Pajé Iru. Immer an seiner Seite hat er die Zaubertrommel Tupã. Sie ist nach dem mächtigen Geist von Blitz und Donner benannt, der alles Leben erschaffen hat. Ihr dumpfer Klang beschützt die Schule und verbindet alle, die ihr zuhören, mit der Natur.
Die Schüler hatten in dieser Schule schon viele Abenteuer erlebt. Der Waldgeist Curupira lehrte sie, den Regenwald zu schützen. Der Delfin Boto weihte sie in die Geheimnisse des Wassers ein. Und sie hatten auch den Windgeist Anhangá und die Hüterin des Feuers Boitatá kennengelernt. Doch jetzt erwartete sie etwas noch Fantastischeres.
Die Schule veranstaltete nämlich das Fest der vier Elemente. Und sogar der große Tupã sollte kommen.
Langsam stieg die Sonne über die Baumwipfel und tauchte den ganzen Regenwald in goldenes Licht. Die Kinder standen im Kreis um die Zaubertrommel und warteten gespannt. Der Wind rauschte sanft und aus dem Boden stieg warme Stille auf. In der Nähe murmelte der Fluss geheimnisvoll vor sich hin.
Plötzlich schlug die Trommel wie von selbst. Einmal. Zweimal. Dreimal. Jeder Trommelschlag war stärker als der vorherige. Am Himmel erstrahlte ein gleißendes Licht und darin offenbarte sich der mächtige Geist von Blitz und Donner und allem Leben. Sein Gesicht war so sanft wie ein ruhiger Waldsee, doch in seinen Augen spiegelte sich die Kraft wilder Stürme.
„Willkommen, kleine Naturschützer“, sagte er. Seine Stimme klang wie der Gesang des Windes und das Dröhnen der Erde gleichzeitig. Sie war ein bisschen gruselig, als würde…