Die Frau und der Bär

10
 min
5
+
4.62
 • 
128
 bewertungen
Eine einsame Inuit-Frau bekommt einen Eisbären geschenkt. Sie zieht ihn auf, als wäre er ihr eigener Sohn. Das ganze Dorf hat Freude an dem kleinen Bären, doch mit der Zeit wird er immer größer und die ersten Probleme tauchen auf…
Dieses Märchen können Sie sich als kostenlose PDF-Datei herunterladen und ausdrucken. In der Readmio-App haben Sie diese Option für jede Geschichte.
Herunterladen:
Die Frau und der Bär
QR code
Scannen Sie den QR-Code, um das Märchen in der Applikation zu öffnen.
Mio’s tip
Durch das Antippen der 🔊 markierten Wörter spielt ihr Geräusche ab.

Vor langer Zeit lebte im hohen Norden ein Inuit-Stamm. In dem unwirtlichen arktischen Klima lebten sie in ihren Iglus und ernährten sich von dem, was das Meer ihnen gab. In der Regel waren das Seehunde und Lachs, etwas Anderes stand nur selten auf dem Speiseplan.

Alle jungen Männer des Stammes waren Jäger und Fischer und ernährten mit ihrem Fang ihre Familien.

Es gab jedoch auch eine alte Frau, die ganz allein außerhalb des Dorfes lebte. Sie hatte weder Ehemann, Bruder noch Sohn, und so war sie auf die Hilfe der Nachbarn angewiesen, die bereitwillig ihren Fang mit ihr teilten.

Doch die alte Frau war sehr einsam. Dabei sehnte sie sich so sehr nach ihrer Familie! Nicht selten wanderte sie am stürmischen Ufer entlang und betete, dass ihr Sohn endlich heimkäme.

Eines Tages kamen die Jäger mit einer wirklich großen Beute ins Dorf: einem riesigen Eisbären. Sie machten auch bei der alten Frau halt und gaben ihr seine Rippen, bevor sie mit ihrem Fang weiter in Richtung Dorf zogen. Kurz darauf rannte jedoch einer der jungen Jäger zu ihr zurück. Er hatte Mitleid mit der einsamen Frau, und so schenkte er ihr auch das Bärenkind.

Die alte Frau beäugte neugierig die kleine halb verfrorene Fellkugel. Sie dachte schon, das Bärenkind wäre erfroren. Doch in dem warmen Iglu kam es schon bald zu sich und stimmte ein jämmerliches Wehklagen an.

„Ich wette, du bist hungrig, mein Kleiner.“ Die alte Frau gab dem kleinen Bären ein Stück Walfleisch und einige Lachsreste. „Ich gebe dir den Namen Nakoda“, sagte sie und blickte liebevoll in seine großen unschuldigen Augen.

Von diesem Tag an entstand zwischen den beiden ein inniges Band, wie es nur Mütter und ihre Söhne haben. Die alte Frau sprach immerzu mit dem kleinen Bären und er schien sie sogar zu…

Diese und andere Geschichten finden Sie auf Readmio

... finden Sie die ganze Geschichte in Readmio

Readmio ist eine Applikation voller Kindergeschichten, welche durch Geräusche, die auf Ihre Stimme reagieren, zum Leben erweckt werden. Eine Menge Märchen sind kostenlos, und jede Woche kommen neue dazu.

Gratis testen

Verfügbar für iOS, Android und Web

Download from App StoreDownload from Google Play
RatingsRatingsRatingsRatingsRatings

4.8/5 · 52 000 Bewertungen

Mehr aus der Kategorie Geschichten aus aller Welt

Warum Herr Sonne keine Frau hat?

Warum Herr Sonne keine Frau hat?

7
 min
3
+
4.48

Diese Legende aus Bulgarien erzählt davon, wie Herr Sonne heiraten wollte und wie aus dieser Hoffnung schlussendlich nichts wurde. Die Hochzeitspläne durchkreuzte ein kleiner Igel, der verstanden hatte, welche schrecklichen Auswirkungen der Schein einer ganzen Sonnenfamilie am Himmel hätte. Diese Geschichte steht so in Verbindung mit der aktuellen Thematik der Umwelt.

Der ungeduldige Bauer

Der ungeduldige Bauer

4
 min
5
+
4.02

Eine Geschichte über einen Bauern, der zu ungeduldig war. Die Pflanzen auf dem Feld wuchsen ihm zu langsam, und so beschloss er, ein wenig nachzuhelfen. Doch damit richtete er nur Schaden an und wegen seiner Ungeduld blieb die Ernte am Ende ganz aus. Mit Geduld und Fleiß kommt man stets zum Ziel.

Kantchils Grube

Kantchils Grube

7
 min
5
+
4.44

Wir sollten nicht allem glauben, was wir hören. Die Wahrheit kann oft ganz anders aussehen. In Dieser Geschichte erfand die Äffin Kantchil eine Geschichte über das Ende der Welt, damit die anderen Tiere ihr aus der Grube halfen, in die sie aus Leichtsinn gefallen war.