Es war sieben Uhr morgens und Willi hatte schlechte Laune.
Willi hatte jeden Morgen schlechte Laune, insbesondere wenn es ein Schultag war. Doch heute war seine Laune noch schlechter als sonst. Sein kleiner Bruder hatte nämlich die ganze Nacht geschnarcht und Willi hatte kein Auge zubekommen.
„Ich hasse es, früh aufzustehen“, meckerte Willi.
Plötzlich spürte er ein seltsames Prickeln auf seinem Kopf. Er sprang sofort aus dem Bett und rannte zum Spiegel. Zwischen seinen Haaren guckten zwei kleine Knubbel hervor. Seine Laune sank noch weiter in den Keller.
Es blieb ihm jedoch keine Zeit groß darüber nachzudenken, denn in dem Moment rief Mama aus der Küche: „Willi, du kommst wieder zu spät.“
„Ich hasse die Schule! Ich hasse es, früh aufzustehen und ich hasse meinen Bruder“, grummelte der Junge, während er die Treppe hinunterpolterte.
Als Mama ihn sah, schnappte sie nach Luft: „Willi, was ist denn mit deinem Kopf passiert? Du hast ja… Hörner!“
Willi fuhr sich durch die Haare und tatsächlich: Die Knubbel waren inzwischen gewachsen. Nun ragten zwei kurze, spitze Hörner aus seinen Haaren.
Mama schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Damit müssen wir zum Arzt“, rief sie und zerrte ihn direkt zum Auto. „Steig ein.“
„Aber im Auto wird mir immer schlecht“, protestierte Willi.
„Du bist wirklich etwas grün im Gesicht“, bemerkte Mama. „Eigentlich sogar ziemlich grün.“
Und sie hatte Recht. Willi war von Kopf bis Fuß grün geworden.
„Der Arzt wird schon wissen, was zu tun ist. Schnell jetzt!“, rief sie besorgt.
Den ganzen Weg zum Arzt meckerte Willi vor sich hin und er hörte auch nicht auf, als sie schon dort waren. Im Wartezimmer war es ihm zu heiß, es dauerte zu lange und die Zeitschriften waren zu langweilig. Und seine Haut wurde immer grüner.
Als sie endlich an…