Der Kostümball

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Dennis ist ein vorbildlicher und anständiger Schüler, der sich sehr auf den Kostümball seiner Schule freut. Er verkleidet sich so gut, dass ihn niemand erkennt. Und dann merkt er, dass er auf einmal gar nicht mehr anständig und vorbildlich sein muss – schließlich erkennt ihn ja niemand. Doch stimmt das wirklich?
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Der Kostümball
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In wenigen Stunden sollte in der Schule der Kostümball beginnen und Dennis konnte es kaum erwarten. Nach dem Unterricht rannte er nach Hause, um so schnell wie möglich sein Kostüm anzuziehen. Er hatte fast zwei Wochen mit Mamas und Papas Hilfe daran gebastelt. Erst stülpte er sich vorsichtig den silbernen Anzug über. Darauf waren glänzende Aufnäher angebracht – die Kontrollleuchten. Und daneben gab es viele weitere Symbole. Dann nahm er den großen bemalten Pappkarton vom Tisch – das war der Kopf des Roboters. Gemeinsam mit Papa hatte er daran winzig kleine, batteriebetriebene bunte Lichter befestigt, sodass er wie ein richtiger Roboter blinkte. Stolz begutachtete er sein Werk im Spiegel und erkannte sich selbst nicht wieder. Perfekt!

Die Turnhalle der Schule war mit Ballons und Papiergirlanden geschmückt, die im bunten Scheinwerferlicht ihre Farbe änderten. Im Halbdunkeln sahen alle Kinderkostüme wie echt aus. Und es waren wirklich viele! Auch Dennis mischte sich fröhlich unter die Masse. Da gab es Superhelden, Vampire, Kosmonauten und Königinnen, sogar einen Gorilla und einen Kaktus. Jeder wollte heute sein Kostüm zum Besten geben.

„Das ist aber ein Klasse-Kostüm!“, rief eine Sonnenblume, die genauso klang wie Veronika aus der Parallelklasse. „Du bist gar nicht wiederzuerkennen. Wer bist du denn?“, fragte sie kichernd.

„Ich-bin-ein-Ro-bo-ter“, ahmte Dennis zum Spaß eine Roboterstimme nach.

Die Sonnenblume kicherte wieder, aber sie erkannte ihn nicht. Dennis gefiel dieses Spiel und er nahm sich vor, heute Abend unerkannt zu bleiben. Wenn er es geschickt anstellte, schaffte er es bestimmt. Seine Freunde werden morgen vielleicht Augen machen!

Dennis war in seiner Klasse ziemlich beliebt. Er hatte gute Noten, war immer höflich zu den Lehrern und half, wann immer ihn jemand darum bat. Seine Lehrer drückten deshalb ab und zu ein Auge zu, wenn er eine Hausaufgabe vergessen hatte, und alle…

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