In einem kleinen Königreich am Himmel lebte ein kleiner Stern. Er hatte alles, was man sich wünschen könnte: liebe Sterneneltern, einen Sternenbruder, Sternenfreunde und ein wunderschönes Sternenhäuschen.
Er schlief in einem Sternenbett. Auch auf seiner Bettdecke und seinem Kissen waren lauter Sterne. Und auf seinem Tisch stand ein Aquarium mit einem Seestern.
Doch eines fehlte ihm zu seinem Glück. Noch nie hatte Frau Sternchen aus dem Sternegarten ihn für seine Aufgaben gelobt. Als Lob gab es – wie könnte es auch anders sein – ein kleines Sternchen mit dem Sternenstempel. Frau Sternchen stempelte damit alle richtigen Lösungen ab.
Der kleine Stern fand ihre Aufgaben ganz schön schwer. Die Sternenkinder mussten zum Beispiel den Weg durch ein Labyrinth zeichnen. Oder sie sollten alle Punkte der Reihe nach zu einem Sternenbild verbinden und es dann in der richtigen Farbe ausmalen.
Doch der kleine Stern war erst dieses Jahr in den Sternegarten gekommen. Das Zeichnen klappte noch nicht so gut und er rutschte immer wieder mit dem Stift aus. Er hatte das Gefühl, die anderen kleinen Sterne waren viel geschickter als er.
„Das macht doch nichts, meine kleine Sternschnuppe“, tröstete ihn seine Sternenmama. „Das ist reine Übungssache. Du wirst schon sehen: Jeden Tag wirst du ein bisschen besser. Und später freust du dich noch mehr über den Sternenstempel von Frau Sternchen!“
Der kleine Stern brütete an diesem Tag über einer besonders kniffligen Aufgabe von Frau Sternchen. Er sollte die Schatten den richtigen Sternen zuordnen. Es waren fünf. Der erste hatte struppiges Sternenhaar, der zweite schmiegte sich an seine Sternenmama, der dritte aß gerade sein Sternenbrot, der vierte fuhr mit dem Sternenfahrrad über den Himmel und der fünfte sprang Sternenseil.
Hochkonzentriert verband der kleine Stern das erste Paar.
„Sehr gut!”, lobte ihn Frau Sternchen.
Die anderen vier…